Aktuelles
Das erste Highlight des Jahres ist vollbracht. Trainingslager in Malente: Schwimmen bis zum Abwinken. Eigentlich eine Traditionsveranstaltung der SG Athletico-Büdelsdorf. Und doch immer wieder neu. Diesmal mit neuem Trainer (Uwe: Hallo ihr Lieben, ihr seid gut drauf heute) und eine Handvoll motivierter "Youngsters": Lisa, die beiden Timos und Pascal. Ach, und nicht zu vergessen: Wolfgang, Chef der Rendsburger Feuerverzinkerei, der seine große Triathlonleidenschaft an diesem Wochenende mit Vereinskameraden und - kameradinnen teilen wollte.
Vor hartem Training muß Energie getankt werden. Das weiß Chris auch ganz genau. Böse Zungen behaupten, er wäre am Büfett sehr viel konzentrierter gewesen als später im Becken...na, ja, böse Zungen eben. Im Hintergrund bereitet sich Rudi mental auf Nahrungszufuhr vor.

Treffpunkt war 17 Uhr. Zimmerverteilung, Abendbrot und dann die erste Schwimmeinheit. Ein vollmotivierter Trainer hatte es noch leicht mit seinen knapp 20 noch vollmotivierten Zöglingen. Für erste Irritationen sorgte die Umrechnung der einzelnen Teilstrecken von heimatlichen 25 m Bahnen in nun verwirrenden 33 m Bahnen in Malente. Ein kurzes "Brainstorming" der vermeintlich intellektuellen Fraktion (Thomas S., Chris und Ulrike) konnte diesbezüglich für Entspannung sorgen...denn jeder weiß ja: der genaue Eintrag ins Trainingslogbuch am Ende des Tages ist ausschlaggebend für einen ruhigen Schlaf in der Nacht.

Skeptisches Warten auf das, was da wohl kommen mag. Links die "Grande Dame" des Triathlons Margit. Daneben Ulrike, die nach ihrem Ostseeman Debüt letztes Jahr in der Staffel, nun den kompletten Wettkampf anvisiert hat.
Nächster Morgen, nächstes (Schwimmer) - Glück. Obwohl bei dem ein oder anderen die Arme vom Vorabend noch ein wenig lahm waren, ging es voller Euphorie zur nächsten Einheit. Es wurden wieder rund 4 Kilometer, vorausgesetzt, es hatte sich kein Umrechenfehler eingeschlichen.

Gute Stimmung vorm zweiten Eintauchen in die nächste Runde. Vorne ist Ostseeman(n) Ollie zu sehen. Man(n) muß neidlos anerkennen und der Wahrheit ins Gesicht (Bauch) schauen, dass er den geringsten Fettanteil aller Mitglieder der Gruppe aufzeigen konnte.....von allen Männern natürlich. Die Frauen waren grundsätzlich alle ausnahmslos voll schlank.
Mittagessen war um 12 Uhr. Es gab Hackröllchen, Cevapcici heißen die wohl. Und ich hatte Hunger und mußte etwa 12 Stück davon essen, mit Beilage und Nachtisch. Um 13:30 Uhr war Lauftraining angesagt. Prost Mahlzeit ! Ich erspare dem Leser Einzelheiten. Aber die Geräusche die während des Laufes meinen Körper verließen, sind mir noch heute peinlich. Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal bei Kathrin und Pascal entschuldigen. Bitte glaubt mir: sonst passiert mir das nicht.
Mit anderen, sehr viel ernsteren orthopädischen Problemen hatten Thomas S. und Timo S. zu kämpfen, mit denen Sie sich noch nach dem Trainingslager rumärgern müssen.

Andreas und Margit. Zwei "alte Hasen"....zum x-ten Mal in Malente zur Vorbereitung einer erfolgreichen Saison.
Bei der Samstagabendeinheit war das mit der Euphorie schon etwas gemäßigt. Auffallend häufig wurden die Toiletten aufgesucht, der smalltalk am Beckenrand fiel sehr small aus. Die verbalen Motivationsversuche durch Trainer Uwe : " Ihr Lieben, ihr seht gut aus...." , riefen bei dem ein oder anderen schon mal böse Gedanken hervor.

Trainer Uwe und Kathrin. Komischerweise, auch schon fast traditionell, gibt es immer einen Wintereinbruch wenn die Athleticos ins Trainingslager nach Malente fahren.
Am Sonntag dann die letzte Einheit. Trotz leichter Stimmungsschwankungen und geschundener Schultern ein sehr effektiver Abschluß. Und überhaupt: alle Teilnehmer waren sich einig. Das war zwar ein anstrengendes, aber sehr schönes Wochenende. Ein Wochenende, an das sich gern zurück erinnert wird.




Ich nehme Drogen. Ihr auch? O.K., ich will es eigentlich gar nicht wissen und es geht mich ´n Scheißdreck an. Mir geht es auch nicht um Koks und das andere wilde Zeugs mit dem man sich die Birne wegbläst. Beruflich bekomme ich täglich die tödlichen Auswirkungen mit. Nein, ich meine die legalen Drogen, zu denen wir Sportler häufig eine oftmals infantil wirkende Zuneigung entwickeln, wenn es irgendwo im Körper zwickt und sticht. Ein Zerren in der Wade ? Uuups, da habe ich doch noch `n Riegel Ibus im Schränkchen, oder Diclo oder Aspirin….oder, oder. Auch als Prophylaxe gern eingenommen.
Bei einer Untersuchung zum Ironman Brasilien 2008 stellte sich heraus, dass fast die Hälfte aller Teilnehmer am Tage vorher, kurz vorm Startschuss oder während des Rennens eines dieser sogenannten NSAIDs intus hatten. Rechtlich, bezogen auf die Doping - Bestimmungen ist da nichts gegen zu sagen, da es diese Mittel rezeptfrei zu kaufen gibt. Moralisch, so denke ich, darf das jeder selber entscheiden…kann man diskutieren wenn man möchte. Worauf ich hinaus will, ist unser allerhöchstes Gut. Unsere Gesundheit. Die Gesundheit unseres Körpers. Der ist es nämlich, der uns erst ermöglicht, den wundervollsten Sport der Welt ausüben zu können (Triathlon – was sonst).
Ich gebe es zu. Beim Ironman Hawaii 2009 hatte ich ´ne Handvoll Aspirin in der Trikottasche….“just in case“, nur im Falle eines Falles. Der Fall, also Schmerz jedweder Art, trat nie ein und trotzdem hatte ich im Ziel keine einzige Pille mehr dabei, alle aufgefuttert.
Hintergrund dieser Zeilen ist ein Artikel im amerikanischen LAVA Triathlonmagazin. Bezug nehmend auf eine Studie in der Los Angeles Times geht es um den bisherigen, eher im Verborgenen, Umgang mit Schmerzmitteln und dem dramatischen Anstieg dieses Verhaltens des Sportlers im Umgang mit seinem Körper, der (mal wieder) das ausbaden muß, was sich im Kopf des Athleten oftmals pathologisch formiert. Die Sucht nach mehr Leistung und somit mehr Erfolg, mehr Anerkennung, mehr Schulterklopfen. Sucht ! Sucht ? Sind wir doch alle Junkies?
Wie auch immer. Dieser exzessive Gebrauch von legalen Schmerzmitteln ist schlicht und einfach ungesund. Was im Einzelnen genau passiert, ist hier nach zu lesen:
http://lavamagazine.com/training/dietary-alternatives-to-nsaids/#axzz1geAr6sjk
Und was der Athlet stattdessen tun sollte, steht dort ebenfalls geschrieben. Grundsätzlich geht der Fokus in den Bereich Nahrungsaufnahme. Fettsäuren ! Omega 6 und Omega 3 im geeigneten Verhältnis…..und der Körper hat das Potential selbstständig für sich zu sorgen. Im Grunde wissen wir es auch alle selber. Das mit der Chemie im Körper kann nicht gut sein….es ist nur so gemein vielversprechend und so einfach zu handhaben. Ich jedenfalls habe mir vorgenommen etwas besonnener mit dem Thema umzugehen, trotz Zwicken im Piriformis.

Omega 3 und 6 Fettsäuren anstatt Aspirin, Diclo oder Ibus? Lachs und Chia - Samen anstatt Chemie ?
Der wahre Athlet macht nie Pause. Er regeneriert. Ein großer Unterschied, besonders für die Birne, fürs Gewissen. Und manchmal muß dieser wahre Athlet auch mal zu seiner Regeneration gezwungen werden. Nun, ich habe mich erkältet. Kein Drama, aber es nervt. Ihr wisst alle was ich meine. Aber was soll´s. Ich könnte wohl ein bißchen trainieren, da ich kein Fieber habe und auch sonst nicht zu sehr eingeschränkt bin. Aber wenn ich die abgelaufene Saison Revue passieren lasse, sollte ich ein wenig dankbar sein und dem Körper ruhig mal ´ne Woche Pause gönnen......ich meine.... Regeneration gönnen.
Schwimm - Trainingslager im Januar, Halbmarathon im Februar, Mallorca -Trainingslager im April, im selben Monat die Harzquerung mit 50 km zu Fuß. Im Mai der erste Triathlon, der Juni mit Mitteldistanz in Hamburg und Bad Bodenteich, im Juli riesige Trainingsumfänge für Glücksburg, im August Ostseeman, September Triathlon in Dörpsee, einen Tag später Halbmarathon in Kiel, Oktober Marathon in Lübeck und im November Ultra Lauf in Bokel. Hmm.....vielleicht sollte ich ruhig zwei Wochen lang regenerieren. Keine abwegige Idee...aber schaff´ ich doch nicht. Also, an alle, die wie ich, gerade gezwungener Maßen regenerieren müssen: wir haben gerade Dezember. Ruhe bewahren und genießen. Während dieser Ruhezeit lädt der Körper wieder auf und ist dann auch bereit für Großes in 2012 !! Macht´s gut !!
Regeneration pur !

